Restauration - Lackierung schleifen, spachteln, lackieren...  
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Ende 2001 ging es los, mein Entschluß war gefaßt, der alte Lack soll runter. Also hab' ich zuerst nach einer guten Möglichkeit gesucht, den alten Lack zu entfernen, ohne die Aluhaut zu sehr auszudünnen. Am besten haben sich dabei Bohrmaschinen mit Drahtbürsten bewährt.

Das Ergebnis konnte sich eigentlich auch schon ohne Lack sehen lassen und viele meinten, ich könne ihn ja auch so lassen - ohne Lackierung. Mir gefiel dieses nackte Alufinish aber nicht sonderlich - ich hatte schon so ein bestimmtes Bild von meinem Landy im Kopf.

Also wurde der Landy zerstückelt, bis nur noch Rahmen, Motor, Getriebe, Achsen und Räder dastanden. Bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich der defekte hintere Simmerring am Motor ausgetauscht.

Dann mußten erst einmal alle Verunreinigungen, wie Öl, Fett und Staub, von den saubergeschliffenen Teilen entfernt werden. Zu diesem Zweck liehen wir uns einen Hochdruckreiniger und einen passenden Kaltreiniger.

Da man wohl so schnell nicht wieder so gut an den Rahmen kommt bekam dieser auch gleich ein paar Schichten Rostschutzgrund ab.

Als dann alle Teile frei von allen Verschmutzungen waren konnten wir beginnen die Teile nacheinander zu grundieren und zu fillern.

Es folgte die nervtötenste Arbeit - das Schleifen. Zuerst mit 400er dann nocheinmal mit 1000er Schleifpapier wurden die Teile bearbeitet. Ohne Hilfe würde ich wohl jetzt noch schleifen. Aber zu guter letzt haben wir auch diese Hürde genommen - der Landy war nun 'Hübbelfrei' und so glatt wie ein Babypopo.

Zeitgleich versuchte ich die total verrostete Spritzwand wieder flott zu bekommen. Wie man auf dem Bildern gut sehen kann, sind die Fußraumkästen total verrostet und auch der rechte Seitenholm mußte erneuert werden. Da die Spritzwand leider 'SANTANA like' ist, mußte ich mir die Teile selbst herstellen. Die Kästen ließ ich mir von einer kleinen Maschinenbauerei biegen. Und der bestellte englische Seitenholm wurde so abgeändert, daß er paßte.

Alle Teile wurden dann am Rahmen zusammengeschweißt - da sich sonst Teile hätten verformen können.

Wir waren lange am überlegen, ob wir den Landy selbst lackieren, oder ob wir ihn lackieren lassen. Also holten wir bei drei verschiedenen Lackierern Kostenvoranschläge ein. Die Preise schwankten von 250€ bis 1300€. Letzten Endes entschlossen wir uns aber es bei einem kleineren Lackierbetrieb machen zu lassen - leider ein Fehler.

Mit der Lackierung bin ich eigentlich überhaupt nicht zufrieden. Der Lack war letzten Endes mit vielen Nasen und Orangenhaut übersät. Auch tauchten nach ein paar Wochen kleine Punkte im Lack auf, einige verschwanden komischer Weise wieder, andere blieben. Alles in allem nicht zufriedenstellend. Auch wurden alle Anweisungen, die ich dem Lackierer gab nicht beachtet. Ich bat Ihn an ein paar Stellen den Filler nachzubessern - ist nicht passiert. Dann wurden Teile nicht richtig abgeklebt - und wieder andere Teile, die ich schon schwarz lackiert hatte wurden einfach überlackiert. Ich machte Ihn unteranderem darauf aufmerksam, daß sich an manchen Stellen warscheinlich noch Dreck in den Ritzen befindet - es wurde nicht einmal richtig ausgeblasen und den Lack entfettet haben wir selbst. Nach dem Lackieren fiel dann natürlich Dreck in den Lack - krumgstbrgst!!! Kurz und bündig es wurde mehr als schlampig gearbeitet!

Und was mich am meisen ärgert, ist, daß der Lackierer sehr wohl gut lackieren kann. So habe ich einen Smart gesehen, der einwandfrei lackiert wurde. Als wir der Lackierer mit den Fehlern konfrontierten, hieß es, es sei ja nur ein Geländewagen! Aber eingenartiger weise wurde die Seite der Wanne, in die der Dreck fiel, spitze nachgebessert. Nun ja, in diesen sauren Apfel muß ich nun eben beißen.

Die Elektrik wurde auch komplett neu verkabelt - dieses mal aber etwas übersichtlicher :-)

Der Landy ist nun endlich wieder komplett! Als das größte Hindernis stellten sich zum Schluß nur noch die Bremsen heraus - die beiden vorderen Bremszylinder mußten leider durch neue ersetzt werden, da die alten leider durch die lange Standzeit festgerostet waren. Die zuerst bestellten Bremmszylinder für 6-Zylinder Modelle passten natürlich bei meinem SANTANA nicht, es wurden nämlich ganz normale 4-Zylinder Bremszylinder verbaut. Diese bekamen dann einfach eine größere Bremstrommel verpaßt, um das Auto sicher bremsen zu lassen. Die Bremsen funktionieren nun einwandfrei - endlich, nach 3 Wochen Arbeit.

Zu guter letzt habe ich den Innenausbau wieder eingebaut, nun ist dieser bis auf die Vorhänge komplett. Nun kommen so langsam aber sicher die kleinen Mängel zum Vorschein, die ich nun nach und nach beseitigen muß - mit einem Landy ist man eben nie wirklich fertig.